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Presse: Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist groß, das Angebot relativ klein

Presse: Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist groß, das Angebot relativ klein

Kapitalanleger sind in ganz Deutschland auf der Suche nach Mietshäusern, im Fachjargon Zinshäuser genannt. Nach dem Run auf Eigenheime ist die lange als renditeschwach und langweilig abgekanzelte Mietimmobilie der neue Megaseller der Branche. Kalkulierbare Einnahmen, geringere Renditeschwankungen als am Aktien- oder Rohstoffmarkt, steuerfreie Gewinne bei Verkauf nach Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist - viele Argumente sprechen für Zinshäuser. Der Markt boomt.

André Adami, Projektleiter Wohnen bei Bulwien Gesa, macht bei Privatanlegern eine "besonders ausgeprägte Angst vor Inflation aus, die sie dazu bringe, "immer höhere Summen zu zahlen". Hauptsache Vermögenssicherung. Laut einer Umfrage von Ernst & Young Real Estate steht das Zinshaus sogar ganz oben auf der Liste der Anleger. Für 16 Städte, die knapp 50 Prozent des Mietshausmarkts abbilden, wurden die Preise für Zinshäuser und Mieten zusammengestellt und bewertet, auf Basis der von IDN Immodaten registrierten Internetangebote für 2008 bis 2010. Dabei wurden - je nach Stadt und deren Größe - zwischen fünf und zwölf Regionen gebildet. Erstes Ergebnis der CBRE-Analyse: In fast allen Stadtteilen sind die Angebotsmieten und die Quadratmeterpreise für Zinshäuser gestiegen. Teils moderat, teils mit deutlichen Sprüngen. Steigende Mieten sind jedoch nur ein Parameter, der über ein Immobilieninvestment entscheidet. Ebenso wichtig sind geringer Leerstand, Wohnungsmangel, Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum sowie geringe Bautätigkeit. Die Metropolregionen schneiden hier besonders gut ab. "Man geht kein großes Risiko ein, wenn man in begehrten Lagen wie Prenzlauer Berg in Berlin oder Falkenried in Hamburg investiert. Das bekommt man immer vermietet", sagt Christian Wittke, Zinshausexperte der Berenberg Bank. Beispiel Berlin. Wittke: "Alle reden vom Wohnungsleerstand in der Hauptstadt. Dabei gibt es den in den richtigen Vierteln schon lange nicht mehr." Anleger, so Michael Schick, Vizepräsident des IVD, wollten "keine Experimente, sondern Sicherheit und Qualität". Die gibt es seiner Einschätzung nach in guten, nachhaltigen Wohnlagen in den Metropolregionen. Im Raum Köln/Düsseldorf, in der Main-Neckar-Region oder in Berlin.

 

Quelle: Financial Times Deutschland, 03.06.11

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